Wirkungsstark und schonend zugleich: Desinfektionsmittel für Haut und Hände
Welche Eigenschaften braucht ein gutes Desinfektionsmittel für Medizin und Pflege?
So selbstverständlich sie heute erscheinen mag: Für die moderne Medizin war die Desinfektion von Haut und Händen eine echte Revolution. Zwar wies der deutsch-ungarische Arzt Ignaz Semmelweiss bereits 1847 nach, dass durch Desinfektion die Verbreitung von Krankheitserregern eingedämmt werden kann, doch blieben seine Ergebnisse von seinen Zeitgenossen weitestgehend unbeachtet. Erst im Lauf des 20. Jahrhunderts fanden Desinfektionsmittel ihren Weg in die Praxen und Kliniken. Und auch dann dauerte es noch einige Jahrzehnte, bis diese Produkte so ausgereift waren, dass sie einerseits zuverlässig ihren Zweck erfüllten, andererseits aber auch den Anwender:innen keinen Schaden zufügten.
In diesem Beitrag nehmen die Expert:innen von Wörner Medical Sie mit auf eine kleine Reise durch die Zeit. Anhand von zwei Eigenschaften, die ein gutes Desinfektionsmittel für Haut und Hände miteinander verbindet, wollen wir Ihnen nicht nur Einblicke in die Geschichte der Hygiene geben, sondern Ihnen auch einen Eindruck davon verschaffen, worauf es bei der Auswahl der passenden Desinfektionsmittel für Praxis und Klinik, Pflegeeinrichtung und Labor zu achten gilt.
Eigenschaft #1: Stark gegen Mikroorganismen
Die Desinfektion von Haut und Händen zählt heutzutage zu den absoluten Grundlagen der Hygiene. Dieser Teilbereich der Medizin beschäftigt sich mit der Frage, wie der Entstehung von Krankheiten effektiv vorgebeugt werden kann. Dabei spielt die Übertragung von Erregern eine zentrale Rolle. Jeder Handgriff, der zur Untersuchung oder Behandlung dient, birgt schließlich auch das Risiko, schädliche Mikroorganismen zu übertragen, sowohl von den Behandelnden auf die Patient:innen als auch umgekehrt. Um das zu verhindern, braucht es Desinfektionsmittel, die auf Haut und Händen vorhandene Krankheitserreger zuverlässig abtöten.
Da zu diesem Zweck können ganz unterschiedliche Chemikalien eingesetzt werden können, wurde im Lauf der Jahrhunderte mit diversen Optionen experimentiert. Ignaz Semmelweiss verordnete z. B. allen Ärzten, die auf seiner Station Geburtshilfe leisteten, Chlor für die Desinfektion ihrer Hände. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts rückten dann auch Alkohol und Jod als antimikrobielle Stoffe in den Fokus von Forschung und Entwicklung. Das erste alkoholbasierte Desinfektionsmittel für Hände, das ohne vorausgehendes Händewaschen eingesetzt werden konnte, kennen Sie übrigens sicher: Sterillium wurde 1965 in Hamburg entwickelt – ein echtes Erfolgsprodukt made in Germany.
Das Wirkungsspektrum moderner Desinfektionsmittel für Haut und Hände
Desinfektionsmittel für Haut und Hände werden heute typischerweise auf Alkoholbasis hergestellt. Je nachdem, welche Mikroorganismen vorrangig bekämpft werden sollen, kann die Zusammensetzung der weiteren Wirkstoffe allerdings variieren. Grundsätzlich gibt es drei Hauptkategorien, in denen die antimikrobielle Wirkung eines Desinfektionsmittels bestimmt wird:
bakterizides Desinfektionsmittel wirkt gegen Bakterien
fungizides Desinfektionsmittel wirkt gegen Pilze
viruzides Desinfektionsmittel wirkt gegen Viren
Darüber hinaus gibt es Desinfektionsmittel, die gegen Protozoen wirken, denn auch einige dieser einzelligen Mikroorganismen sind Krankheitserreger. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Tropenkrankheit Malaria, die durch Protozoen der Gattung Plasmodium ausgelöst wird.
Da nicht jedes Desinfektionsmittel gleich stark gegen alle Arten von Erregern wirkt, ist stets ein Blick auf die Herstellerinformationen angeraten: Sie geben Auskunft über das Wirkungsspektrum eines Desinfektionsmittels – und bei genauer Betrachtung liefern diese Informationen oft auch Hinweise auf konkrete Anwendungsfälle. So ist etwa die Schülke Octenisept® Sprühflasche Wund-/Hautdesinfektion nicht nur als fungizid, sondern auch explizit als levurozid deklariert. Das bedeutet, dass dieses Desinfektionsmittel Hefepilze abtötet und somit gezielt zu diesem Zweck eingesetzt werden kann.
Eigenschaft #2: Sanft zu Haut und Händen
Keine Frage, die wichtigste Eigenschaft eines Desinfektionsmittels für Medizin und Pflege ist seine antimikrobielle Wirkung. Für alle, die ein solches Desinfektionsmittel im Arbeitsalltag einsetzen, ist aber auch die Hautverträglichkeit ein nicht zu verachtender Faktor. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) schätzt, dass Mitarbeiter:innen in Medizin und Pflege allein für die hygienische Händedesinfektion mindestens 50-mal pro Schicht ein Desinfektionsmittel auf ihre bloße Haut auftragen. Sind diese Mittel harsch zur Haut, führt die hohe Anwendungsfrequenz schnell zu Irritationen, die Konzentration, Feinmotorik und infolgedessen auch den Behandlungserfolg beeinträchtigen können. Ganz zu schweigen davon, dass anhaltende Hautirritationen für die Betroffenen einen enormen Stressfaktor darstellen und sich im schlimmsten Fall sogar ein chronisches Ekzem entwickeln kann!
Tatsächlich ist das sogenannte chronische Kontaktekzem – auch bekannt als Abnutzungsdermatose – die häufigste berufsbedingte Hautkrankheit. Es entsteht infolge einer anhaltenden Überbelastung der Haut durch Chemikalien, wie sie z. B. in Reinigungs- und eben auch Desinfektionsmitteln enthalten sind. Besonders häufig tritt dieses Ekzem an den Händen auf, da diese im Berufsleben oft schon wieder mit aggressiven Chemikalien in Berührung kommen, bevor die Haut genügend Zeit hatte, um sich zu regenerieren. Typische Folgen sind anhaltende Rötungen und Risse, Schwellungen, juckende Bläschen sowie eine insgesamt trockene, schuppige Haut. Dieses Problem ist übrigens schon seit dem frühen 20. Jahrhundert bekannt. Damals litten vor allem die Chirurgen, die ihre Hände vor jedem Eingriff mit Seife, Bürste und hochprozentigem Alkohol desinfizierten, oft unter chronischen Ekzemen.
Wie moderne Desinfektionsmittel die Gesundheit schonen
Die moderne Hygiene denkt die starke Belastung der Haut durch Desinfektionsmittel mit. Hochprozentiger Alkohol wird zwar auch weiterhin zur Desinfektion verwendet – meist aber nur punktuell, z. B. in Form der Ampri Alkoholtupfer 30x65 mm. Wird damit die Haut der Patient:innen vor einer Impfung oder vor der Entnahme einer Blutprobe desinfiziert, ist das gesundheitliche Risiko gering, da es sich um eine kurze, einmalige Anwendung handelt, von der sich die Haut leicht wieder erholen kann.
In all jenen Bereichen von Praxis und Klinik, Pflegeeinrichtung und Labor, in denen Mitarbeiter:innen ihre bloßen Hände häufig desinfizieren müssen, kommen hingegen meist Desinfektionsmittel wie das BODE Cutasept® F Hautdesinfektionsmittel zum Einsatz, die explizit als hautschonend gekennzeichnet sind. Das bedeutet u. a., dass sie keine Duftstoffe enthalten – denn die lösen besonders häufig allergische Hautreaktionen aus. Außerdem enthalten moderne Desinfektionsmittel für Haut und Hände, die für die Anwendung auf der Haut gedacht sind, meist rückfettende Substanzen, die dazu dienen, die vom Alkohol ausgelösten Schäden wieder auszugleichen.
Desinfektionsmittel für Haut und Hände bei Wörner Medical
Vom Alkoholtupfer für die nächste Impfung bis hin zum 5-Liter-Kanister, mit dem Sie so einige Pumpspender wieder auffüllen können: Im Sortiment von Wörner Medical finden Sie eine Vielzahl hochwertiger Desinfektionsmittel für jeden Bedarf. Und falls Sie ein ganz bestimmtes Produkt suchen, das Sie in unserem Angebot nicht entdecken können, hilft Ihnen unser Service-Team gern weiter. Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter info@woernermedical.de oder telefonisch unter der Rufnummer 07121 – 696 20 50 und lassen Sie sich beraten, kostenlos und unverbindlich.