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Das kleine 1x1 der Flächendesinfektion 

Von Definition bis Durchführung – das Wichtigste auf einen Blick 

Von der Liege im Behandlungszimmer über Verbandswagen und Tische bis hin zum Boden im Operationssaal: Es gibt zahlreiche Oberflächen, die im medizinischen Alltag nicht nur gründlich gereinigt, sondern auch immer wieder desinfiziert werden müssen. Das Ziel dieser Flächendesinfektion besteht darin, ein möglichst keimfreies Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl den Patient:innen als auch den Behandelnden maximale Sicherheit bietet.  

Doch was gilt es dabei zu beachten – wie desinfiziert man eine Fläche wirklich gründlich? Und worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Desinfektionsmitteln, die für Oberflächen gedacht sind, und solchen, die als „hautfreundlich“ gekennzeichnet werden? Sie haben die Fragen, die Expert:innen von Wörner Medical liefern die Antworten. 

Flächendesinfektionsmittel vs. Desinfektionsmitteln für Haut und Hände: Ein wichtiger Unterschied 

In Medizin und Pflege kommen zwei unterschiedliche Arten von Desinfektionsmitteln zum Einsatz: Flächendesinfektionsmittel und Desinfektionsmittel für Haut und Hände. Wie die Namen bereits vermuten lassen, besteht der Unterschied in den Einsatzbereichen, für die sie konzipiert sind. Soll ein Desinfektionsmittel auf der bloßen Haut aufgetragen werden, muss ein gewisses Maß an Hautverträglichkeit gewährleistet sein. Andernfalls können allergische Reaktionen, Hautirritationen und schlimmstenfalls sogar chronische Ekzeme die Folge sein. Aus diesem Grund zeichnen sich medizinische Desinfektionsmittel für Haut und Hände, gewöhnlich dadurch aus, dass sie zum einen frei von Duftstoffen sind, da diese besonders häufig allergische Reaktionen auslösen. Zum anderen enthalten „hautfreundliche“ Desinfektionsmittel, die für den häufigen Gebrauch gedacht sind, rückfettende Substanzen, die vor Austrocknung schützen und die Hautregeneration fördern. 

Flächendesinfektionsmittel sind hingegen auf die Oberflächen abgestimmt, auf denen sie zum Einsatz kommen sollen. Hier steht die Materialverträglichkeit im Mittelpunkt, denn Flächendesinfektion muss eine feine Balance halten: Sie muss aggressiv genug sein, um Erreger zu töten, darf aber gleichzeitig die Oberfläche, die damit behandelt wird, nicht beschädigen. Allerdings sind die meisten Materialien, die in Klinik und Praxis, Pflegeeinrichtungen und Laboren zum Einsatz kommen, robuster als die menschliche Haut. Infolgedessen sind Flächendesinfektionsmittel deutlich schärfer als Desinfektionsmittel für Haut und Hände. Neben gebrauchsfertigen Lösungen wie der alkoholfreien IDEAL antisept Flächendesinfektion im Kanister gibt es dabei auch Konzentrate, die vor Verwendung entsprechend verdünnt werden müssen. 

Flächendesinfektion richtig einsetzen: Drei Dinge, die es zu beachten gilt 

Grundsätzlich wird in Medizin und Pflege zwischen zwei Arten von Flächen unterschieden, die im Lauf des Arbeitsalltags desinfiziert werden müssen. Patient:innennahe Flächen, die sogenannten „high touch“-Oberflächen, zeichnen sich durch häufigen Hautkontakt mit den Patient:innen und/oder dem behandelnden Fachpersonal aus. Da sie mit einem gesteigerten Übertragungsrisiko verbunden sind, werden sie meist nach jeder Anwendung und abschließend am Ende des Arbeitstages noch einmal desinfiziert. Ein typisches Beispiel hierfür wäre ein EKG-Gerät inklusive Zubehör, das nach jedem Einsatz mit Flächendesinfektion behandelt wird, um zu verhindern, dass über sie Erreger transportiert werden. Patient:innenferne Flächen, die sogenannten „low-touch“-Oberflächen, werden hingegen nur am Ende des Arbeitstages oder nach besonderen Vorfällen gereinigt, z. B. dann, wenn es zu einer eindeutigen Kontamination durch (potenziell) infektiöse Körperflüssigkeiten gekommen ist. 

Bei der Desinfektion aller Flächen gelten in Medizin und Pflege jedoch dieselben drei Grundregeln.  

Regel #1: Persönliche Schutzausrüstung ist Pflicht 

Wie bereits erwähnt, sind Flächendesinfektionsmittel meist deutlich aggressiver als Desinfektionsmittel, die für die Anwendung auf der bloßen Haut gedacht sind. Aus diesem Grund werden Flächendesinfektionsmittel nach dem global harmonisierten System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) mit P280 gekennzeichnet. Das bedeutet, dass alle, die mit diesen Chemikalien hantieren, ihre persönliche Schutzausrüstung – bestehend aus Schutzhandschuhen, Schutzkleidung, Augenschutz und/oder Gesichtsschutz – tragen sollten, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. 

Im medizinischen Alltag gibt es durchaus Situationen, in denen auf Teile dieser Schutzausrüstung verzichtet werden kann, weil z. B. nur kleine Flächen mit Feuchttüchern wie den BODE Mikrobac® Virucidal Tissues gereinigt werden sollen. Im konkreten Einzelfall gelten jedoch stets die Richtlinien der jeweiligen Einrichtung zum Thema Arbeitsschutz. Einweghandschuhe sind beim Einsatz medizinischer Flächendesinfektion außerdem grundsätzlich ratsam, um die Haut vor übermäßiger Beanspruchung durch aggressive Chemikalien zu schützen, und auch das Tragen einer Schutzbrille gegen eventuelle Spritzer ist bei der Flächendesinfektion oft eine empfehlenswerte Sicherheitsmaßnahme. 

Regel #2: Wischen statt Sprühen 

Es gibt gleich mehrere gute Gründe dafür, dass Flächendesinfektion in der Medizin üblicherweise durch Abwischen der Oberflächen und nicht mit einer Sprühflasche durchgeführt wird. Zum einen entstehen gravierende gesundheitliche Risiken für alle Menschen in der näheren Umgebung, wenn ein Flächendesinfektionsmittel als Aerosol versprüht wird. Wenn es mit den Schleimhäuten von Nase, Mund und Augen in Kontakt kommt oder gar eingeatmet wird, kann ein so aggressives Desinfektionsmittel schwere Reizungen auslösen. Deshalb tragen medizinische Flächendesinfektionsmittel typischerweise die Sicherheitshinweise P261 (Einatmen von Aerosol vermeiden) und P271 (nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden).  

Hinzu kommt – insbesondere in Laboren, in denen am Bunsenbrenner gearbeitet wird – akute Brandgefahr. Aufgrund des hohen Alkoholgehalts gilt für Flächendesinfektionsmittel meist auch der Sicherheitshinweis P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellenarten fernhalten und in der Nähe dieses Mittels nicht rauchen. Da schon ein kleiner Windhauch ausreichen kann, um ein Aerosol quer durch den Raum zu tragen, geht mit dem Versprühen dieser Desinfektionsmittel also auch das Risiko einer plötzlichen Stichflamme einher. 

Die gute Nachricht? Für die sachgerechte Durchführung der medizinischen Flächendesinfektion ist es ohnehin von Vorteil, weitestgehend auf Aerosole zu verzichten – denn unterm Strich ist Sprühdesinfektion ist weniger zuverlässig und auch weniger effizient als Wischdesinfektion. Das liegt daran, dass beim Einsprühen nie die ganze Fläche benetzt wird: Zwischen den einzelnen Tropfen bleibt immer ein bisschen Platz. Gründliches Nachwischen ist daher zwingend erforderlich, um zu gewährleisten, dass eine mit Desinfektionsmittel eingesprühte Oberfläche auch wirklich vollständig desinfiziert wird. 

Regel #3: Einwirkzeit beachten 

Wie lange es dauert, bis medizinische Flächendesinfektion ihre volle Wirkung entfaltet, kann je nach Hersteller und Produkt variieren. Selbst wenn die Oberfläche bereits wieder trocken wirkt, kann es sein, dass noch nicht alle Mikroorganismen abgetötet wurden. Damit Flächen in Medizin und Pflege nicht versehentlich wieder für den Kontakt mit Personal und Patient:innen freigegeben werden, bevor sie vollständig desinfiziert sind, gilt daher: Je höher das Kontaminationsrisiko, desto genauer wird die Einwirkzeit beachtet. Ein typisches Beispiel hierfür sind Flächen, die mit Körperflüssigkeiten verunreinigt wurden. Wurde etwa Blut von einer Liege entfernt, achten die behandelnden Fachkräfte darauf, dass auf die Reinigung der Oberfläche eine gründliche Flächendesinfektion folgt und diese vollständig einwirken kann, bevor die nächsten Patient:innen gebeten werden, auf dieser Liege Platz zu nehmen. 

Für Situationen, in denen minimale Einwirkzeit bei unverminderter Wirksamkeit gefragt ist, gibt es allerdings spezielle Flächendesinfektionsmittel wie die Terralin® liquid Schnelldesinfektion, mit denen eine gründliche Desinfektion weniger als einer Minute dauern kann. Das ist z. B. von Vorteil, wenn ein operativer Eingriff durchgeführt werden soll. Damit die dafür erforderlichen chirurgischen Instrumente steril bleiben, muss die Oberfläche, auf der sie abgelegt werden, ebenfalls gründlich desinfiziert werden. Je kürzer die Einwirkzeit des medizinischen Flächendesinfektionsmittels, das hierfür verwendet wird, desto schneller können die Vorbereitungen für die Operation abgeschlossen werden. 

Wirkungsstarke Flächendesinfektionsmittel bei Wörner Medical 

Ob gebrauchsfertige Lösung oder Konzentrat, Feuchttuch oder Kanister: Im Sortiment von Wörner Medical finden Sie eine Vielzahl hochwertiger Medizinprodukte für die Flächendesinfektion. Neben Produkten namhaften Herstellern bieten wir Ihnen dabei auch die Flächendesinfektionsmittel unserer Hausmarke IDEAL – für zuverlässige Desinfektion zu soliden Preisen. Klingt gut? Unser Service-Team erzählt Ihnen gern mehr darüber, kostenlos und unverbindlich. Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter info@woernermedical.de oder telefonisch unter der Rufnummer 07121 – 696 20 50 und lassen Sie sich beraten!